Thomas Iser

Thomas Iser wurde 1987 in Metz, Frankreich geboren. Er ist Autodidakt, Fotograf und Maler und möchte mit seiner Kunst Menschen dazu inspirieren, ihr Leiden zu nutzen und zu kanalisieren, um ihre Träume zu verwirklichen.

Der französisch-luxemburgische Künstler, der vor allem für sein weltumspannendes Performance-Kunstprojekt „Universal Humanity“ bekannt ist, macht sich auch als Maler einen Namen.

Mit Acryl- und Sprayfarbe auf Leinwand wirken seine Arbeiten mutwillig naiv, da Thomas durch den spielerischen Einsatz von Farbe und den schnellen Farbauftrag auf der Leinwand einen kindlichen Überschwang zu kanalisieren scheint. Er ist eindeutig von der Energie und Schnelligkeit der Graffitikunst inspiriert, und seine Arbeiten scheinen irgendwo zwischen einem vollgepackten Wandgemälde und einem von Takashi Murakamis prall gefüllten Superflats zu liegen. Sie enthalten viele Eigenschaften von beiden: helle und kontrastreiche Blockfarben, sich wiederholende Muster, wiederkehrende Zeichen und Designs (Wolken, Blumen, Steine). Auf der Oberfläche wirken die Bilder vielleicht unnötig chaotisch, doch bei näherer Betrachtung zeigt sich eine Fülle von Symbolen und bedrohlichen Tönen, die die intensive Farbgebung untergraben. Sie sind tief geschichtet, und die Bilder verschmelzen wie ein Palimpsest. Zwischen den verwendeten Symbolen besteht eine Zweiteilung: Zum Beispiel werden stilisierte Blumen und Schmetterlinge neben Schädeln mit blutenden Zähnen platziert, das Wort "Chaos" wird in bunte, große Buchstaben geschrieben. Diese Verwendung visueller Metaphern zur Erforschung von Fragen des Lebens, des Todes und der Wiedergeburt muss von einem zutiefst persönlichen Ort aus erfolgen.
 
Image